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28.05.2015

Obstanbau und Ernährungssicherung in Kyamilibwa

Mitarbeitervortrag

Zwei  Ugander und ein Deutscher hatten einen Traum: „Die Bewohner Ugandas sind in der Lage einen besseren und unabhängigen Lebensstandard zu führen und der ländliche Raum entwickelt sich zu einer lebenswerten Gebiet“. Von der Umsetzung dieses Traumes berichteten in einem lebhaften Vortrag Karl-Heinz Bechle mit seinen Projektpartner aus Uganda Christine Nakibuuka und Fr. Tonny Kibira am 21.5.2015 den Mitarbeitern von JOSERA-ERBACHER. Herr Bechle, von seinen ugandischen Freunden Charly gerufen, gründete die Organisation KAP nach einer Ugandareise vor 10 Jahren, mit dem Ziel den Selbsthilfegedanken in der Gemeinde Kyamulibwa zu etablieren. Daraus entwickelten sich zahlreiche umgesetzte Projekte, wie zum Beispiel Aufklärungsarbeit zu AIDs bis zur Nudelherstellung einer Frauengruppe.

Ein gemeinsames Projekt der NGO KAP (Kyamulibwa Anti – Aids Program) und der ERBACHER STIFTUNG startete im Januar 2015. In der Region um Kyamulibwa wurden von der Bevölkerung in den vergangenen Jahren viele Baumbestände für den Häuserbau und zur Energiegewinnung abgeholzt. Anschließend wurden auf diesen Flächen Pflanzen zur Fütterung von Tiere angebaut. Erosion und Erdrutsche waren die Folge. Erste Aufforstungsversuche mit Eukalyptus und Kiefer waren kontraproduktiv. Sie beeinflussten den Wasserhaushalt der Region negativ. Nach kurzer Zeit wurden diese Bäume wieder abgeholzt und verkauft. Auf diese Weise wurden mehr und mehr fruchtbare Flächen zu unfruchtbaren Gebieten.

Nun setzt sich KAP für eine Verbesserung der Umweltsituation ein. Geplant ist eine gezielte Anpflanzung von Bäumen, die die Bodenfruchtbarkeit erhalten. Dabei werden Obstsorten wie Mango, Jackfrucht, Avocado und Passionsfrucht bevorzugt. Die vitaminreichen Früchte können nach der Ernte auf dem Markt angeboten werden. Der Bedarf an Obst im Land ist steigend und ein zusätzliches Einkommen kann dadurch gesichert werden. Auch ein Anbau von Kaffee ist geplant, denn Kaffee ist ein Garant für ein hohes Einkommen in Uganda.

Die Landbevölkerung aus der Gemeinde Kyamulibwa, das sind etwa 150 Familien, beteiligt sich aktiv auf an diesem Projekt und treibt die Entwicklung voran. Im Verlauf des Projektes erhalten die Beteiligten Setzlinge für Kaffee- und Obstbäume. Das Projekt beinhaltet Schulungen für die Teilnehmer zum Umgang mit natürlichen Ressourcen. Ebenso erhalten sie Informationen zum Klimaschutz und Anregungen um ihr Einkommen zu erhöhen. “Die Landbevölkerung von Kyamilibwa im Distrikt Kalungu soll Protagonist ihrer eigenen Entwicklung werden”, so die Motivation von Charly Bechle.