Women’s Groups in the Zerafshan Valley

The situation in Zerafshan valley has constantly worsened ever since the border crossing to Uzbekistan was closed. Many men emigrate to Russia for work due to the unstable socio-economic situation. Many of them never return. Their women remain on their own. They are excluded from society and don’t receive any financial support. Many times they are even cast out.

Long-term Help

This project wants to strengthen the marginalised groups of women in the villages of Kumsoy and Teshiktosh. First and foremost, nutrition and the life situation of the women is supposed to improve. Their knowledge in the fields of agriculture, composting, conservation of food and nutrition is growing. The women receive agricultural implement and seed. Each village establishes a locally administrated seed-bank. This way, the women will have rice and vegetable seed even after the project has ended. Hygiene and health trainings as well as individual health check-ups with a doctor furthermore improve the overall situation of the women in Zerafshan valley. 

The Comparison

TadzhikistanGermany
Expectancy of life67.5 years80,7 Years
Childhood mortality under the age of 5
per 1,000 live births
63.34
Literacy rate of adults older than 1599.6 %n.s.
Population density (persons per km²)49.8234,6

Source: World Bank Development Indicators as of June 2013

Project Development

17.02.2014: Menschen, die motivieren – Motoren der Gesellschaft

18.02.2014

Menschen, die motivieren – Motoren der Gesellschaft

Die Welthungerhilfe berichtet Firmen-Mitarbeitern von JOSERA-ERBACHER in einem Bildvortrag über ihre Arbeit in Tadschikistan

Die Welthungerhilfe berichtet Firmen-Mitarbeitern von JOSERA-ERBACHER in einem Bildvortrag über ihre Arbeit in Tadschikistan

Seit 20 Jahren engagiert sich die Welthungerhilfe (WHH) in Tadschikistan, dem kleinsten und ärmsten Land Zentralasiens. Tadschikistan hat unter massiven Auswirkungen des Klimawandels zu leiden: Es regnet weniger und unregelmäßiger als früher. Gletscher schmelzen, neue Seen entstehen. Geologen befürchten, z.B. infolge von Erdbeben, Brüche von natürlichen Grenzen, die verheerende Katastrophen zur Folge hätten. Bewässerungsmanagement und Katastrophenvorsorge spielen bei der Arbeit der WHH in Tadschikistan eine bedeutende Rolle.

Die Lage der Menschen im Zerafshan-Tal ist besonders schwierig. Im Winter ist die Region über Wochen von der Außenwelt abgeschlossen. Die Ernährungssituation ist kritisch. Viele Männer verlassen zudem ihre Familien und arbeiten im Ausland. Tausende Hektar Land liegen unbewirtschaftet. Grundnahrungsmittel, z.B. Weizen, werden oft importiert. Viel Wissen ist in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen. Die WHH setzt sich im Zerafshan-Tal mit Mitteln der ERBACHER-STIFTUNG für die Verbesserung der Ernährungs- und Lebenssituation von Frauen im Zerafshan-Tal ein. Alleinstehende Frauen sind dort aufgrund tradierter Wertevorstelllungen oft marginalisiert. Sie erhalten keine finanzielle Unterstützung, werden teilweise sogar von ihren Familien verstoßen. Zusammen mit dem regionalen Partner, der Frauenorganisation Nuri Umed, werden die Frauen in die Lage versetzt, ihre Interessen in den Dörfern besser wahrnehmen und durchsetzen zu können. So erhalten die Frauen zunächst Pässe und notwendige Dokumente. Sie werden in Ernährungsanpassung und – optimierung geschult. Inzwischen betreiben sie eine ertragreiche Landwirtschaft, indem sie erlerntes Wissen in den Bereichen Agrartechniken, Kompostierung und Nahrungsmittelkonservierung anwenden. Auch eine Saatgutbank ist aufgebaut.

Den Frauen im Zerafshan-Tal konnte im letzten Jahr sehr geholfen werden, berichtet Jens Steuernagel von der WHH, der als Länderreferent in Tadschikistan tätig ist. Er erklärt auch: „Mittelfristig wollen wir uns dann aus Projekten wieder zurückziehen und nur noch mit den lokalen Partnern in Kontakt bleiben. Deswegen suchen wir immer im Projekt nach ‚Motoren der Gesellschaft‘, nach Menschen, die motivieren. Mit ihnen versuchen wir zusammenzuarbeiten, eine Kalkulierbarkeit gibt es aber nicht – die Situationen sind immer sehr unterschiedlich.“