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23.07.2014

Langjähriger Partner TOHIFU besucht ERBACHER-STIFTUNG

Frater Dr. Rogers – katholischer Priester, Andreas Berger – Unternehmensgeschäftsführer – und Heinz Claßen – Maschinenbauingenieur – haben eines gemeinsam: ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Uganda-Hilfe Tohifu. Sie besuchten jetzt die ERBACHER-STIFTUNG und gaben interessierten Mitarbeitern von JOSERA – ERBACHER Einblick in ihre Entwicklungsarbeit.

v.l.n.r.: Heinz Claßen, Frater Dr. Rogers, Heidrun Zeug (Leitung ERBACHER-STIFTUNG), Andreas Berger

Frater Dr. Rogers – katholischer Priester, Andreas Berger – Unternehmensgeschäftsführer – und Heinz Claßen – Maschinenbauingenieur – haben eines gemeinsam: ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Uganda-Hilfe Tohifu. Sie besuchten jetzt die ERBACHER-STIFTUNG und gaben interessierten Mitarbeitern von JOSERA – ERBACHER Einblick in ihre Entwicklungsarbeit.

Sinnvolle Entwicklungsarbeit setzt immer bei den Grundbedürfnissen der Menschen an, deswegen stehen Trinkwasser-, Bildungs- und Landwirtschaftsprojekte im Fokus der Arbeit von Tohifu. Seit 1999 hat die ERBACHER-STIFTUNG die Vorhaben regelmäßig finanziell unterstützt.

Tohifu (Together-Hilfe für Uganda) und der ugandische Partnerverein Torudes wurden zeitgleich gegründet und arbeiten exklusiv füreinander. Tohifu Deutschland übernimmt Planung, Kontrollwesen und Abrechnungen, Torudes Uganda verantwortet Umsetzung, Arbeit und Implementierung der Vorhaben. Seit 1999 unterstützen die beiden Vereine Infrastrukturprojekte im Tal Buryansungwe. Im Tal Kooki, der Heimat von Frater Rogers, konnten diverse Schulen aufgebaut werden. Eine Berufsschule ermöglicht die Ausbildung in Agriculture, Mechatronics und Wirtschaft. 1100 Kinder gehen auf dem Gelände inzwischen in die Primar- und Sekundarstufe des Internats, 120 Azubis besuchen die Berufsfachschule, der jetzt auch ein Fachhochschulzweig mit den Bereichen Business und Management angeschlossen ist. 70% der Schüler und Auszubildenden kommen aus der Region. Für Kinder aus ärmeren Familien können die Eltern Schulgeld in Form von Naturalien zahlen.

„Die Seele lebt im Leib. Deswegen setzen wir uns für Entwicklungsarbeit ein“, erklärt Frater Rogers, der nicht nur Theologie, sondern auch Wirtschaft studiert hat. So kann er sich vielseitig für die Menschen in seiner Heimat einsetzen. In den beiden Standorten Buryansungwe und Kooki konnten inzwischen enorme Wirkungen erzielt werden: Auf dem Land sind in Uganda ca. 30-40 % der Schüler ohne Schulbildung. Es ist ein Teufelskreis – wo kein Wasser ist, da ist keine Schule, wo keine Schule ist, da ist keine Bildung, wo keine Bildung ist, da findet keine Ausbildung statt. Im Umkehrschluss bedeutet das, man muss mit der Infrastruktur beginnen. Dann kann man aufbauen. Das Bildungsniveau der Menschen in Buryansungwe hat sich enorm verbessert. Das wirkt sich aus: Die Menschen sind anders, sie bewegen sich anders, kleiden sich anders, sind selbstbewusster geworden. Aber eine solche Entwicklung braucht Zeit.

Wissen und Gelerntes soll realistisch genutzt werden können und nicht in der Arbeitslosigkeit enden. Wissen über Elektroinstallationen, Solar- und Wassertechnik, wie z.B. Pumpentechniken und Wassernetzwerke, ist langfristig nützlich. Die Handwerker können ihre Kenntnisse später z.B. als Kleinunternehmer vermarkten. Tohifu/Torudes achten darauf, bei der Umsetzung neuer Projekte die eigens Ausgebildeten zu beschäftigen. Torudes arbeitet mit den Menschen vor Ort: Planungen, Lieferketten, Facharbeiter, Management liegen in den Händen der örtlichen Bevölkerung. Sie wird einbezogen, sie packt mit an: für die gemeinsame Sache.

Wo über 1000 Kinder und Auszubildende leben, gibt es Kranke. Daher ist das nächste große Projekt der Bau einer Krankenstation. In der Berufsschule wird derzeit der Bereich „agriculture“ ausgebaut. Ein Demo-Garten soll außerdem Grundkenntnisse im Gartenbau vermitteln. Dann werden die Schüler in Zukunft auch etwas mehr Abwechslung auf dem Speiseplan haben, denn bisher gehören Maisbrei und Bohnen zur täglichen Nahrung.

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