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28.07.2013

Leben ist teuer geworden in Burundi

„La vie est cher“ – das Leben ist teuer geworden, beklagen sich die meisten Menschen in Burundi. Es trifft diejenigen am härtesten, die ohnehin nicht viel zum Leben haben. Ob Bauer, Kleinhändler oder Transporteur: Alle müssen sie hart arbeiten, um sich ihren Teller Maisbrei mit Bohnen am Abend – eventuell – leisten zu können. Wird ein Familienmitglied krank, kann das schnell zur finanziellen Katastrophe führen.

Im Vergleich zu 2006 haben sich die meisten Preise verdoppelt, manche sogar verdreifacht. Zur Explosion der Preise aller Güter führten Spekulationen mit Nahrungsmitteln auf der anderen Erdhalbkugel, der Wertverlust des burundischen Francs gegenüber Dollar und Euro und schließlich der katastrophale Brand des Zentralmarkts der Hauptstadt Bujumbura, der wirtschaftlichen Lunge Burundis.

„La vie est cher“ – das Leben ist teuer geworden, beklagen sich die meisten Menschen in Burundi. Es triftt diejenigen am härtesten, die ohnehin nicht viel zum Leben haben. Ob Bauer, Kleinhändler oder Transporteur: Alle müssen sie hart arbeiten, um sich ihren Teller Maisbrei mit Bohnen am Abend – eventuell – leisten zu können. Wird ein Familienmitglied krank, kann das schnell zur finanziellen Katastrophe führen.

Im Vergleich zu 2006 haben sich die meisten Preise verdoppelt, manche sogar verdreifacht. Zur Explosion der Preise aller Güter führten Spekulationen mit Nahrungsmitteln auf der anderen Erdhalbkugel, der Wertverlust des burundischen Francs gegenüber Dollar und Euro und schließlich der katastrophale Brand des Zentralmarkts der Hauptstadt Bujumbura, der wirtschaftlichen Lunge Burundis.

MIt wenig kann Großes erreicht werden:

Für 30 Euro kann man:

  • einen kleinen Marktstand auf der Straße eröffnen, z.B. für Erdnüsse oder Früchte (Orangen, Mandarinen, Bananen etc.)
  • eine Ziege der lokalen Rasse kaufen
  • drei Hosen oder vier Hemden kaufen

Für 40 Euro kann man:

  • eine Miete bezahlen für ein kleines Haus mit zwei Zimmern und Wohnzimmer (ohne Bad bzw. Waschstelle im Hof)
  • eine Person zwei Wochen lang halbwegs ausgewogen ernähren, z.B. mit Maniokbrei, Reis, Bohnen, Kartoffeln oder Bananen, Palmöl, Salz und Gemüse.
  • einen Marktstand auf der Straße für Holzkohle eröffnen
  • einen großen Sack Reis kaufen (50kg)

Für 50 Euro kann man:

  • einen richtigen Marktstand im Zentralmarkt von Ngozi einen Monat lang mieten
  • ein gebrauchtes Fahrrad kaufen
  • ein komplettes (Tisch-)Service für eine Familie kaufen

Für 100 Euro kann man:

  • eine kleine Boutique eröffnen für Allerlei (Kerzen, Schulhefte, Kugelschreiber, Zigaretten, Seife, etc.)
  • eine neugeborene Kuh kaufen

(Beispiele für die Provinz Ngozi im Norden Burundis)

Wenn Sie die Menschen in Ngozi unterstützen möchten, klicken Sie hier.

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.