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15.09.2014

Taifun und Hungersnot führen auf philippinischer Demo-Farm zu «Tränen, Trauer, Benommenheit»

Hungersnot und Taifun führen zu verheerenden Auswirkungen auf der ökologischen Demo-Farm Bicol, Philippinen. Diese hat Stiftungsrat-Mitglied Dieter Heinen vor zwei Jahren besucht. Er war beeindruckt von der gelungenen Arbeit und dem Zusammenhalt der Menschen vor Ort. Nun erreicht uns ein erschütternder Brief von Stan Lee, der für ein Exerzitienhaus in der Nähe zuständig ist und die Farm regelmäßig besucht.

Hungersnot und Taifun führen zu verheerenden Auswirkungen auf der ökologischen Demo-Farm Bicol, Philippinen. Diese hat Stiftungs-Rat-Mitglied Dieter Heinen vor zwei Jahren besucht und war beeindruckt von der gelungenen Arbeit der Menschen vor Ort. Nun erreicht uns ein erschütternder Brief von Stan Lee, der für ein Exerzitienhaus in der Nähe zuständig ist und die Farm regelmäßig besucht:

„Ich besuchte unsere Gemeinschaft in Antipolo, einem Dorf, in dem Ureinwohner leben. Alle dortigen sieben GCL (Gemeinschaft Christlichen Lebens, Anm. d. Red.) -Mitglieder haben die Zerstörung ihrer Hausdächer und Außenmauern zu beklagen. Auf meine Frage, was sie denn am dringendsten bräuchten, antworteten sie einstimmig: das tägliche Brot. Sie haben die komplette Ernte, wie Gemüse, Bananen und Kokosbäume verloren. In erster Line brauchen sie Reis um zu überleben. Ein 50 kg Sack Reis kostet 2.200 Phil. Pesos, das entspricht in etwa 38 €.

Auch in unserer Gemeinschaft in Sta. Cruz, San Fernando gab es Verluste. Mindestens 7 Mitglieder haben ihre Häuser verloren, 10 Häuser wurden teilweise zerstört. Sie brauchen vor allem Material zum Wiederaufbau (Bambus, Nägel, etc.).
In anderen Gemeinschaften war die Zerstörung weniger dramatisch, doch die Gebiete waren bereits vor dem Taifun von einer Hungersnot heimgesucht. Viele unserer Kinder und Jugendlichen gehen nicht mehr zur Schule, weil sie nichts zu essen haben. Die Kinder kommen zu uns (ins Exerzitienhaus „Sa harong ni Lord“), angeblich, um zu spielen. Doch wenn ich sie frage, ob sie schon gegessen haben, antworten sie nicht. Ich lade sie zu Tisch und serviere ihnen Reis mit getrocknetem Fisch und ein dankbares Lächeln huscht über ihr Gesicht. Auch Erwachsene sind vom Hunger betroffen.

Unsere GCL-eigene ökologische Farm (Farm of St. Ignatius) gibt es noch, doch die Arbeit der vergangenen acht Jahre ist fast vollständig zunichte gemacht. Die Hütte unseres Verwalters wurde zerstört. Seine beiden Helfer hatten Glück, denn nur die Küche ihrer neu erbauten Hütte wurde von einem umgestürzten Baum zerstört. Unsere Verwalterin Melyn beschreibt die Situation mit den Worten Tränen, Trauer, Benommenheit. Wir haben alle drei Gewächshäuser verloren. 10 Ziegen, 5 Truthähne, 2 Gänse und alle Hühner sind ums Leben gekommen. Die Kokosbäume werden mindestens ein Jahr lang keine Früchte tragen. 15 der 700 Kokosbäume sind umgestürzt, 35 Kakaobäume wurden entwurzelt, 10 Pilibäume, alle Avocadobäume, 100 Jackfruchtbäume, 50 Guyabanos, 50 Mangobäume sind nun tot. Jetzt heißt es zunächst, die Zäune wieder zu reparieren, um die Ziegen, Gänse, Carabaos und Kühe davon abzuhalten, auch noch das restliche verbleibende Grün abzugrasen. Unsere Entschlossenheit, den ortsansässigen Bauern beim Wiederaufbau zu helfen, wird nicht durch das symbolische Fällen unserer drei riesigen Akazienbäume gebeugt werden.

Wir werden aufstehen und hoffen, denn Gott und gute Freunde sind mit uns.“