Honigproduktion in Masha

Der Verein Enat Afer e.V. besteht seit 1997 in Göttingen und kümmert sich v.a. um den Umweltschutz in Äthiopien. Der Partner vor Ort ist YYTIT (Ye-Akababi Yetenana Temehirt Inkibikabe Tenesashinet); das bedeutet Initiative für Umwelt, Bildung und Gesundheit. Eine der wichtigsten Einnahmequellen der Chekicho-Keficho-Zone ist neben Handwerk und Ackerbau die Imkerei. In vorherigen Projekten des Vereins wurden beispielsweise der Bau der Imkereischule in Masha, die Ausbildung in Imkereiwesen und Lehmbautechnik sowie Aufforstungsmaßnahmen unterstützt.

Durch die neue Initiative, an der sich die Erbacher-Stiftung beteiligt, sind etwa 100 bis 120 Familien in den Bezirken Masha und Andracha begünstigt; pro Familie kann von durchschnittlich 7 Personen ausgegangen werden. Für das Projekt werden allein erziehende Frauen und Frauen des Menja-Clans sowie junge, arme Bäuerinnen und Bauern, deren jährliches Einkommen weniger als 1892 Birr (umgerechnet 86 Euro) beträgt, bevorzugt. Zielsetzung ist die Armutsbekämpfung durch Sicherung des Imkereiwesens, durch Aus- und Weiterbildung der Bäuerinnen und Bauern im Imkereiwesen sowie der Vergabe von Imkereiausrüstung (z.B. Bienenkörben) auf Kreditbasis. Aufgrund der damit verbundenen Verbesserung der Einkommens- und Ernährungssituation kann die Bevölkerung zukünftig einen Teil der Investitionskosten übernehmen und es findet ein nachhaltiger Entwicklungsprozess statt. Es gibt auch Beratungen zur verbesserten Vermarktung des Honigs, um einen konstanten Markt für den Honigverkauf zu schaffen.

Der Vergleich

ÄthiopienDeutschland
Lebenserwartung59,2 Jahre80,7 Jahre
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren
per 1000 Lebendgeburten
774
Alphabetisierungsrate Erwachsene älter als 15 Jahre38,9 %k.A.
Einwohnerdichte (Personen pro km²)84,7234,6

Quelle: World Bank Development Indicators, Stand Juni 2013