Trinkwasserversorgung Chokaa

Durch die anhaltende Aridisierung im Steppengebiet der Massai-Siedlung im Norden Tansanias wird der Zugang zu Wasser für die dort lebenden Menschen extrem erschwert. Frauen und Kinder haben oft mehrere Kilometer täglich per pedes Wasser zu der weit verstreuten Ansiedlung der Gemeinschaft zu tragen. Wo sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen fehlen, verbreiten sich Krankheitserreger und Parasiten besonders schnell. Verunreinigtes Trinkwasser ist einer der Hauptgründe für den frühen Tod von Kindern. Auf dem Foto ist die im Moment aktuelle Handpumpe zu sehen.

Ziel ist das Verbleiben und Weiterentwickeln der Massai-Gemeinschaft

Ohne Wasser werden die Menschen dieses Gebiet verlassen müssen. Hier beginnt Flucht. Mit dem geplanten Brunnen können den Menschen die Grundlage für ein Bleiben in ihrer Heimat geschaffen werden. Ehrenamtliche Helfer des AKO wurden im Rahmen ihrer anderen Tansania-Aktivitäten mehrmals vor Ort auf den Bedarf einer Trinkwasser-Versorgung angesprochen.

Geplant und gebaut werden soll nun eine wirtschaftliche, lebensfähige, selbständige, technisch dem Einsatzzweck und –gebiet angemessene photovoltaik-betriebene Wasserpumpstation. Zunächst wird die voraussichtlich aus dem Bohrloch verfügbaren Trinkwassermenge und das Volumen des Grundwassersees nach geoelektrischer Schlumberger Messmethode ermittelt. Danach werden die weiteren Aktivitäten wie geplant durchgeführt.

Die Massai werden an das zu gründende „Waterboard“ (ähnlich einem Wasserwzeckvergand in D) einen Obolus per /l leisten. Das „Waterboard“ wird verantwortlich für den technischen Betrieb und Unterhalt der Station sein und die Gelder verwalten.

Das Projekt

Land               Tansania
Partner            Aktionskreis Ostafrika e.V.
Zielgruppe       Massai – Gemeinschaft in Chokaa

Entwicklung des Projektes

Neuigkeiten über die Wasserversorgung in Chokaa

Durch die Unterstützung des Projekts konnte im Jahr 2015 bereits ein erster Erfolg erzielt werden. Zu Beginn wurde ein Standort für die Bohrung zur Wassergewinnung festgelegt. Bereits wenige Tage später wurde die Bohrung durchgeführt und erbrachte vielversprechende Erkenntnisse. Durch Pumptests konnten im Durchschnitt 1000l Wasser pro Stunde gepumpt werden, wodurch die Erwartungen mehr als übertroffen wurden.

Im Jahr 2016 sollen nun weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Wasserversorgung der Menschen zu verbessern.

Zu diesen gehören:

  • Bau einer Ständerkonstruktion für die Solarpanels
  • Bau eines Pumpenhauses
  • Trinkwasserstation