Aufforstung in Kyamulibwa

In der Region Kyamulibwa sind in den vergangenen Jahren übermäßig Kaffeepflanzen und Obstbäume entfernt worden. Ziel war der Anbau von Kräuterpflanzen für die Tiere und die Abholzung zum Bau von Häusern, für die Gewinnung von Holzkohle oder Brennholz. Erosion und Erdrutsch waren die Folge. Erste Aufforstungsversuche mit Eukalyptus und Kiefer waren kontraproduktiv und beeinflussten den Wasserhaushalt der Region negativ. Nach kurzer Zeit wurden die Bäume wieder abgeholzt und verkauft. Immer mehr fruchtbares Ackerland wurde unfruchtbares Gebiet.

Aufforstung soll Einkommen schaffen und Bodenfruchtbarkeit erhalten

Geplant ist die gezielte Aufforstung produktiver Bäume, die sich nachhaltig auf die Umwelt auswirkt. Angepflanzt werden z.B. Obstbäume – Mango, Jackfrucht, Avocado und Passionsfrucht – deren Früchte verkauft werden können und ein regelmäßiges Einkommen ermöglichen. Der Bedarf an Obst steigt derzeit ständig. Auch der Anbau von Kaffee ist vorgesehen, denn mit Kaffee lässt sich das höchste Einkommen in Uganda generieren.

Die Landbevölkerung und Bauern aus der Gemeinde Kyamulibwa, etwa 150 Familien, beteiligen sich aktiv an dem Projekt. Sie treiben ihre eigene Entwicklung voran. Die ERBACHER-STIFTUNG unterstützt den lokalen Partner bei der Durchführung der geplanten Maßnahmen: z.B. Auswahl und Schulung der Projektteilnehmer, Bewirtschaftung der Demo-Farmen, Beschaffung von Saatgut.

Das Projekt

LandUganda
PartnerKAP
Zielgruppe150 Familien aus der Gemeinde Kyamulibwa

Der Vergleich

LandDeutschland
Lebenserwartung54 Jahre80,7 Jahre
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren
per 1000 Lebendgeburten
89,94
\\Alphabetisierungsrate\\73,2 %\\99 %\\
Einwohnerdichte (Personen pro km²)172,7234,6

Quelle: World Bank Development Indicators, Stand Juni 2013