Bambus als Baumaterial für wasserdichte Tanks

Der Anteil der Biomassenutzung an der gesamten verbrauchten Energie beträgt in Uganda 92%. Im Mulagi Sub County nutzen 100% der Haushalte Holz oder getrockneten Kuhdung als Energiequelle zum Kochen. Die Versorgung mit Feuerholz ist mangelhaft.

Neu für die 500 Einwohner der Gemeinde Mulagi ist die Erzeugung von Biogas zum Kochen und zur Beleuchtung. Neu ist auch, wie mit Hilfe von Bambus dichte und langlebige Behälter in verschiedenen Größen erstellt werden können. Aus diesen Behältnissen können sowohl Regenwassertanks als auch Biogasanlagen hergestellt werden. Die Baukonstruktionen basieren auf einer mit Zement verstärkten Bambus-Struktur, bei der keine Ziegelsteine und wenig Zement benötigt werden. Die Technologie ist umweltfreundlich, nutzt lokale Materialien und fördert die Beteiligung von lokalen geschulten Handwerker und Frauen. Für die Biogasanlagen wird Kuhdung zusammen mit Wasser vergoren. Das Gas wird zum Kochen benutzt, der Gärrest eignet sich zur Bodenverbesserung und zur nachhaltigen Düngung. 

Das Weben der Bambuskörbe gibt den Frauen die Möglichkeit Geld zu verdienen

Die gesicherte Wasserversorgung in Uganda ist mit 51 %  sehr niedrig und es obliegt den Frauen und Kinder große Distanzen zurücklegen, um das kostbare Nass zu holen. Regenwassertanks ermöglichen den Zugang zu sauberem Wasser, verbessert die Lebensbedingungen und die Gesundheit aller Einwohner. Praktische Erfahrungen aus dieser Technologie, die aus Indien von WECF nach Uganda gebracht wurde, müssen vor Ort noch gewonnen werden.

Das Projekt

Land                      Uganda
Partner                  Women in Europe for a Common Future (WECF)
Zielgruppe             Dorfgemeinschaft mit etwa 500 Einwohnern

Entwicklung des Projektes

01.06.2016

Biogasanlage in Bambustechnik hat sich bewährt

5 Biogasanlagen und 5 Regenwassertanks wurden in 10 Haushalten im Mulagi, Kyankwanzi Destrict errichtet. Die neue Technik und Konstruktionsweise ist jetzt soweit erprobt und erfolgreich, jetzt gilt es die Bambustechnologie in den Gemeinden von Kyankwanzi verbreitet werden können. Die Begünstigten werden nach sozialen Kriterien ausgesucht, dabei müssen die Hauhalte, die eine Biogasanlage errichten wollen, mindestens 2 Kühe besitzen, um genug Substanz für die Anlage zu haben. Die Haushalte werden einen Teil als Sachleistungen erbringen, wie Baumaterialien, Verpflegung und Unterkunft für die Handwerker. Sie und vorbereitende Maßnahmen. Sie werden an den täglichen Bauaktivitäten teilnehmen, in dem sie Hilfsarbeiten leisten, Körbe weben und Gruben graben.

Das Projekt wird den Erhalt und Schutz der Umwelt sicherstellen. Weniger Holz wird als Brennstoff zum Kochen und Brennen von Ziegeln abgeholzt werden.

Bambus als Baumaterial für wasserdichte Tanks zu verwenden ist sinnvoll. Das Schlüsselelement ist der Einsatz von lokalen Materialien und lokal geschultem Personal. Normalerweise ist der Aufbau innovativer Technologien hauptsächlich eine Aufgabe der Männer, aber dank der Bambusstruktur wird auch für Frauen die Möglichkeit geschaffen, mit dem Weben der Bambuskörbe, einer traditionellen Aufgabe, Geld zu verdienen.