Förderung von Frauen im Bereich der Landwirtschaft und Ernährungssicherung

Maharashtra und Gujarat gelten eigentlich als wirtschaftlich sehr entwickelte Bundesstaaten, jedoch sind große Disparitäten innerhalb der beiden Bundesstaaten zu beobachten. Die Regionen sind einerseits von Dürre und Wassermangel, andererseits auch von Überflutungen gekennzeichnet. Das stellt die von der Landwirtschaft abhängige und durch den Klimawandel stark betroffene Bevölkerung vor große Probleme. Besonders dramatisch ist die Lage der Frauen, die unter einer hohen Arbeitsbelastung leiden, ohne eine entsprechenden gesellschaftliche Anerkennung zu erhalten.

Trainings für Kleinbäuerinnen zu nachhaltigen Anbaumethoden

In diesem Kontext wendet sich die Partnerorganisation Swayam Shikshan Prayog (SSP) bewusst an Frauen als aktive Akteure. Sie tragen die Hauptarbeitslast, haben aber nur einen geringen sozialen Status. Dies wirkt sich besonders auf den Zugang zu Nahrung und auf die Gesundheitsversorgung aus. Den Frauen wird in Workshops das notwendige Wissen von nachhaltiger Landwirtschaft, vielseitiger Ernährung und Basisgesundheit vermittelt.

Der SSP hat im Vorprojekt und bei ähnlichen Projekten den Aufbau lokaler Selbsthilfegruppen, deren Föderierung und langfristige Absicherung erfolgreich gefördert. Hierbei werden wenig externe Personalkapazitäten genutzt, das Augenmerk liegt vielmehr auf der Befähigung der Frauen, selbst aktiv zu werden, und zwar in sämtlichen Stadien der Projektplanung und Durchführung.

Das Projekt

Land           Indien, Maharashtra
Partner        Misereor
Zielgruppe   100 Frauen aus den Dörfern

Entwicklung des Projektes

Weiterführung des Projekts zur Bildung von Frauen in der Landwirtschaft

Gujarat und Maharashtra liegen in einem ländlichen Raum in Indien. Bereits vor einem Jahr startete das Projekt von Misereor, mit dem Ziel eines besseren Zugangs zu Nahrungsmitteln für die Bevölkerung. Heute soll dieses Projekt weitergeführt werden. Die Gegend ist geprägt von Dürre und Wassermangel und gleichzeitig Überflutungen. Diese Gegebenheiten stellen in der Landwirtschaft große Probleme dar. Besonders die Frauen leiden aufgrund ihres Status in der Gesellschaft unter den Problemen und haben im Zuge dessen allgemein einen schlechteren Gesundheitszustand.

Das Projekt wurde den Stiftungsratsmitgliedern  Brigitte Antoni, Joanne Erbacher und Judith Erbacher im Januar 2016 besucht und vor Ort konnten sie sich von den engagierten und kompetenten Ansprechpartnern überzeugen. Die Projektleiterinnen haben einen engen Kontakt mit den Frauengruppen, die intensiv betreut werden. Der Stiftungsrat konnte sich in den Gesprächen überzeugen, dass die Frauen einbezogen werden (partizipativer Aspekt) und die vor Ort anstehenden Themen aufgegriffen werden. Der Ansatz der Stärkung und Förderung von Frauen in Ihren Rechten und Möglichkeiten wurde klar verdeutlicht und die kulturellen Gegebenheiten berücksichtigt. Die Effektivität der konkreten Maßnahmen von Pflanzenschutzmittel aus natürlichen Ressourcen, über persönliches Coaching und Training der Frauen bis hin zur Koordination von Erfahrungs- und Wissensaustausch im Treffen der Leader-Gruppe auf dem Lehrbetrieb war sehr gut zu erkennen.

Ziele des Projekts im Jahr 2016 sind es: Kleinbäuerinnen durch Wissen und Ressourcen zu unterstützen und ihnen den Zugang zur Landwirtschaft zu erleichtern, um Ihnen damit  einen verbesserten Zugang zu Nahrungsmitteln zu schaffen.