Nachhaltige Landwirtschaft für die Santhali

Die Santhali in der Region Purulia gehören zu den etwa 6 Millionen indischen Ureinwohnern und leben in extremer Armut. Sie sind Selbstversorger, aber die Auswirkungen des Klimawandels, kaum vorhandene funktionierende Bewässerungsmöglichkeiten und mangelnde Unterstützung durch die landwirtschaftlichen Behörden beeinträchtigen sehr ihre Lebensweise. Die landwirtschaftliche Produktion ist gering und die Ernährung der Menschen nicht gesichert. Als Folge wandern sie in die Städte ab und landen dort im Elend.

Das Projekt schult die Santhali in nachhaltiger Landwirtschaft. Folge sind Verbesserung der Produktivität und Verbesserung der Ernährungssituation. Die Bauern werden in ihrer Unanbhängigkeit unterstützt. Sie schließen sich außerdem in Gruppen von zehn Personen zusammen, um voneinander zu lernen und bei der Vermarktung zusammenzuarbeiten.

100 Haushalte werden direkt begünstigt, 500 weitere indirekt erreicht. Konkret sind folgende Aktivitäten geplant:

  • Training in landwirtschaftlichen Anbaumethoden
  • Aufbau von Regenwasserfängen
  • Schulung zur biologischen Kompostierung und Verwendung von biologischem Dünger
  • Schulung zur Erstellung biologischer Pflanzenschutzmittel und Insektizide
  • Vermittlung von Kenntnissen in Aufforstung, Kleintierhaltung, Gemüse- und Obstanbau
  • Schulung zur Harzsammlung für Vermarktung

Das Projekt

LandIndien
PartnerSociety for Promotion of Wastelands development (SPWD)
Zielgruppe100 Santhali-Haushalte in Westbengalen; 500 weitere indirekt begünstigte Haushalte

Der Vergleich

IndienDeutschland
Lebenserwartung65,4 Jahre80,7 Jahre
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren
per 1000 Lebendgeburten
61,34
Alphabetisierungsrate Erwachsene älter als 15 Jahre62,7 %k.A.
Einwohnerdichte (Personen pro km²)417,5234,6

Quelle: World Bank Development Indicators, Stand Juni 2013