Watershed und Wassermanagement

Der Jesuit Father Robert D'Costa arbeitet seit Jahren in den Dürregebieten Westindiens. In den Dörfern der Tribals, der Ureinwohner Indiens, sind die Böden infolge von Abholzung, Wassermangel und Erosion karg und unfruchtbar. Der Regen versickert nicht mehr, sondern schwemmt die lockere, fruchtbare Erde fort. Landnutzung ist unmöglich und den Menschen damit ihre Lebensgrundlage genommen. Hier setzt der Jesuit Fahter Robert D'Costa seit Jahren sehr erfolgreich das sogenannte Tribal Watershed Programm um. Die Menschen fangen den Regen – hierzu werden Furchen an den Hängen gegraben und mit lockerer Erde gefüllt. Das kostbare Regenwasser wird aufgefangen und der Grundwasserspiegel steigt allmählich an. Das Land kann bewirtschaftet werden und ergrünt.

Biogasanlagen für die Tribals

Die Menschen verwenden Holz zum Kochen, doch die ständige Abholzung fördert die Erosion. Kleine Biogasanlagen helfen und sind zweiter Bestandteil des Watershed-Programms. Menschliche und tierische Exkremente liefern dank Biogasanlage das Gas zum Kochen. Die hygienische Situation der Menschen verbessert sich. Ein wertvoller Dünger entsteht, der die landwirtschaftlichen Erträge steigert.

38 Dörfer sind in das Watershed-Programm sehr erfolgreich integriert, und Father Robert arbeitet kontinuiertlich daran, die Lebensumstände weiterer Menschen zu verbessern. Die Erbacher-Stiftung unterstützt ihn dabei.

Weitere Informationen hier zu Watershed und Biogasanlagen.

Was wir bewirken

Das Projekt

LandIndien
PartnerJesuitenmission
ZielgruppeTribals in Maharashtra, Westindien

Der Vergleich

IndienDeutschland
Lebenserwartung65,4 Jahre80,7 Jahre
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren
per 1000 Lebendgeburten
61,34
Alphabetisierungsrate Erwachsene älter als 15 Jahre62,7 %k.A.
Einwohnerdichte (Personen pro km²)417,5234,6

Quelle: World Bank Development Indicators, Stand Juni 2013

Entwicklung des Projektes

Watershed Management im Dorf Pedhewadi

Der Jesuit Father Robert hat bereits 2013 ein Projekt in Indien ins Leben gerufen und sich hierbei mit der Bodenverbesserung, Pflanzung von Bäumen und dem Wassermanagement beschäftigt. Dieses Projekt soll jetzt hinsichtlich des Wassermanagements vertieft werden. Dabei soll durch Aufforstungen und bodenverbessernde Maßnahmen die Wasserversorgung im Dorf Pedhewadi verbessert werden. Dieses Problem entsteht durch die gegebenen Umweltbedingungen. Während des Monsuns läuft das Wasser am steilen Hügel schnell hinab, wohingegen die Hügel während der Trockenzeit sehr schnell austrocknen. Hierdurch wird die Arbeit der Mensch erschwert und hindert sie daran genug Einkommen für ihre Familien zu erlangen.

Ziele des Projekts:

  • Neue nachhaltige Einkommenssituation für die Familien
  • Landwirtschaftliche Nutzflächen schaffen