Landwirtschaft in Sipe Sipe

Sipe Sipe liegt im Hochland Boliviens, etwa 60 Kilometer von der Hauptstadt Cochabamba entfernt. Die dort lebenden Kleinbauern haben unter Erosion und Degradierung der Felder zu leiden. Sie besitzen meist nur kleine sehr steile Hanggrundstücke. Die Bodenfruchtbarkeit nimmt ständig ab, es fehlt an angepassten Bearbeitungsmethoden und Schutzmaßnahmen gegen die Erosion. Aus Mangel an Zukunftsperspektiven und wegen zunehmender Verelendung wandern vor allem junge und aktive Menschen aus der Region ab.

Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden

Nach dem Vorbild der benachbarten Pfarrei Cristo de Ramadas wird nun auch in Sipe Sipe ein Beratungsprogramm umgesetzt, das die Bodenfruchtbarkeit verbessern, die natürlichen Ressourcen schonen, die Erträge steigern und auch Forstwirtschaft integrieren wird. Das Vorhaben ist ganzheitlich angelegt, Bodenschutz, Terrassierung, Aufforstung und Bewässerung werden in den Blick genommen. Die Bauernfamilien werden sensibilisiert, informiert und partizipativ an Planungen beteiligt. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden spielt dabei eine große Rolle.

Stiftungsrat-Mitglied Dieter Heinen hat Sipe Sipe im Sommer 2014 besucht. Einen Reisebericht finden Sie hier.

Das Projekt

LandBolivien
PartnerMisereor
Zielgruppe100 Kleinbauernfamilien des Municipals Sipe Sipe

Der Vergleich

LandDeutschland
Lebenserwartung66,5 Jahre80,7 Jahre
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren
per 1000 Lebendgeburten
50,64
\\Alphabetisierungsrate\\91,1 %\\k.A.\\
Einwohnerdichte (Personen pro km²)9,3234,6

Quelle: World Bank Development Indicators, Stand Juni 2013