Ökologische Landwirtschaft

Das Projekt wird in einem Gebiet von Honduras durchgeführt, das zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Regionen des Landes zählt (Analphabetenrate 45%, Unterernährungsrate 47,5%). Für 15.000 Menschen gibt es ein einziges Gesundheitszentrum. Auch der Zugang zu Trinkwasser, Latrinen, Strom, Bildung ist völlig unzureichend. Dieses Gebiet ist daher von einer starken Abwanderung betroffen. Massive Abholzungen und unangepasste Anbaumethoden sind verantwortlich für eine starke Bodenerosion.

Kaffeeanbau problematisch

Der Anbau von vorwiegend Kaffee macht die Bauern sehr anfällig für Ertrags- und damit Einkommensschwankungen. Kaffee laugt die Böden aus, verbraucht Flächen, mindert die Ernährungsvielfalt und verschmutzt zusätzlich durch den notwendigen Dünger und Pestizideinsatz das Wasser. Auf Grund der starken Niederschlagsschwankungen in der Region, ist die Einkommenssituation der Bauern so schlecht geworden, dass sie ihr Glück in den größeren Städten zu finden hoffen. Das monatliche Einkommen für eine Familie beträgt 60 €.

Folgende Aktivitäten sollen helfen, die Lage zu verbessern:

  • Einführung von Techniken nachhaltiger Landwirtschaft zur Produktionssteigerung und Ernährungssicherung
  • Schutz des Wassereinzugsgebietes
  • Stärkung der Organisationsstrukturen auf lokaler und munizipaler Ebene, politische Einflussnahme durch die Bevölkerung
  • Verbesserung der Situation von Frauen und Jugendlichen durch Einkommen schaffende Maßnahmen

Der Vergleich

HondurasDeutschland
Lebenserwartung73,1 Jahre80,7 Jahre
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren
per 1000 Lebendgeburten
21,44
Alphabetisierungsrate Erwachsene älter als 15 Jahre84,7 %k.A.
Einwohnerdichte (Personen pro km²)69,3234,6

Quelle: World Bank Development Indicators, Stand Juni 2013