Stipendien

Im Norden Perus, im Amazonasgebiet, gibt es eine sehr abgelegene Region um den Fluß „Rio Santiago“ herum. Es wohnen dort zwei Volksstämme friedlich miteinander. Die Menschen haben ihre eigene Sprache und mit dem Glauben sind die Menschen stark in Naturreligionen verhaftet. Schon mehrmals gab es Konflikte an der Grenze zum Nachbarland Ecuador. In das Gebiet des „Rio Santiago“ kommt man nur über eine sehr gefährliche Autofahrt und Flußfahrt, es dauert mehrere Tage.

Dank des Einsatzes von einigen kirchlichen Missionaren und Laienmissionaren wurden in den letzten Jahren Schulen gebaut, darunter auch weiterführende Schulen. Pater Manolo, ein Jesuit aus Spanien, begann vor über 10 Jahren außerdem damit, für besonders begabte und lernbegierige Schüler/innen nach Stipendien zu suchen, um ihnen ein Studium zu ermöglichen. Seitdem unterstützt die Erbacher-Stiftung jährlich 3-5 Studenten/innen finanziell bei ihrem Studium. Besonders wichtig sind Studiengänge, um Lehrer oder Krankenpfleger/schwester zu werden. Die nächste Stadt mit einer Universität (eine Mini-Uni nach unserem Verständnis) ist Jaén, eine kleine Stadt. Etwas weiter weg gibt es die größeren Städte Chiclayo und Trujillo. Das Geld vom Stipendium wird für die Unterkunft, die Studiengebühren und das Essen verwendet.

Ziel ist es, dass die Studenten/innen im Anschluss an ihr Studium in ihre Heimat zurückkehren. Dies klappt zum Glück sehr gut. Denn viele von ihnen sind schon älter, haben bereits Kinder oder wollen einfach wegen ihrer Heimatverbundenheit den Menschen in der Region des „Rio Santiago“ mit ihrem erworbenen Wissen helfen.

Der Vergleich

PeruDeutschland
Lebenserwartung73,9 Jahre80,7 Jahre
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren
per 1000 Lebendgeburten
18,14
Alphabetisierungsrate Erwachsene älter als 15 Jahre89,5 %k.A.
Einwohnerdichte (Personen pro km²)22,9234,6

Quelle: World Bank Development Indicators, Stand Juni 2013